gedacht
Ich wünsche Euch allen ein tolles, fröhliches, kalorienbombastisches und rentierstarkes Weihnachtsfest!
24.12.2008 - ein friedlicher Heiligabend.
Weihnachtsfeiern der eigenen Abteilung sind immer wieder amsüsant. Vor allem, wenn man jetzt auch noch in einer übergeordneten Position tätig werden wird, und es 3 Tage zuvor erst preisgegeben wurde.
Da gehen irgendwelche Kolleginnen, die mich sonst immer mit größtmöglichem Abstand betrachtet haben, sehr plötzlich auf Tuchfühlung und heimeln so bedenklich friedlich an. Entschuldiung, mir kommt da grad ein Stückchen Kotze hoch.
Andere wiederum berichten von ihrer Zufriedenheit mit der Entscheidung und erwähnen ganz zufällig die bösen Zungen und Neider, die schon gehört wurden.
Es ist wirklich amüsant, dass von außen zu betrachten und innerlich zu grinsen. ;-)
Am geilsten war übrigens eine blonde Konkurrentin Mitbewerberin, die sich jetzt im Anschluss an das Auswahlverfahren an einen der Chefs rangeschmissen hat, der leider eh nicht an solchen Entscheidungen beteilig ist, sich anschließend auf den Tanzfläche in der Tarnung eines blonden Vamps an meinen direkten Chef rangeschmissen hat, der gequält lächelte. Letztes Jahr noch sie netterweise Nikolausgrüße an alle paar Tausend Kollegen in Deutschland geschickt - von sich im Wohnungsflur mit angewinkeltem Bein an die Wand gelehnt und Weihnachtsmütze auf dem Haupt im klassischen Ambiente.
Am liebsten sind mir wirklich noch die männlichen Kollegen mit Sätzen wie "Wenn du glaubst, ich wäre jetzt weniger direkt und ehrlich hast du dich geschnitten - dafür erinnerst du mich viel zu sehr an meine Schwester.".
Danke. So kann ich wenigstens auch arbeiten.
Wenn man sich von jemandem getrennt hat, ganz gleich, ob derjenige einen nun schlecht behandelt hat, oder es schlicht und ergreifend nicht gepasst hat, dauert es eine Zeit, bis man wieder zu sich gekommen ist. Wieder bei sich selbst angekommen.
Mittlerweile habe ich manchmal dieses sehnsüchtige Ziehen im Bauch und vermisse eine Person, die sich noch gar nicht in meinem Leben befindet. Ich halte mich selbst teilweise schon für blöd, aber so ist es nun mal.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es diesen Mann wirklich gibt, mit dem ich auch nach Monaten oder Jahren noch gerne über Gott und die Welt rede, der mir aus meinem Buch vorliest während ich meinen Kopf auf seinen Schoß lege. Jemand, der kleine Botschaften an unerwartetesten Stellen versteckt, damit ich sie finde und mindestens einmal am Tag lächle. Ein Mann, den ich körperlich und geistig begehre. Jemand, der einfach Charakter besitzt und genauso gerne wie ich ein gemeinsames Leben führen möchte, ohne sich dabei selbst zu verlieren.
Nun ja, ich ertappe mich gerade selbst dabei, wie ich tief Luft geholt habe und seufzen musste...*schmunzel*
Solltet ihr so einen Mann kennen: heiratet ihn oder sagt ihm, er soll mir eine email schicken. ;-)
A Shot Of Love - einige komische Typen und Mädels waren da schon bei, und bei so manchen hab ich mich auch gefragt, ob man ihnen nicht schon beim Casting irgendwie einen Einweisungsbogen für die psychiatrische Anstalt heimlich hätte unterjubeln können, aber die kleine Tila Tequila fand ich irgendwie lustig und süß. Schade nur, dass es nachher dieser komische Typ names Billy geworden ist, der den Shot Of Love ausschlürfen durfte. Der Italiener war jedenfalls wesentlich niedlicher und fröhlicher.
Ich will auch so eine eigene Sendung, in der mir 30 Männer und 30 Frauen (man weiß ja nie) zum kennenlernen in eine Traumvilla geschickt werden, damit ich mir den tollsten, passendsten, schönsten und überhaupt besten Partner für mich aussuchen darf. Genau. So eine Sendung will ich. Eine eigene. Das blöde ist nur, dass mir dann alle dabei zusehn.

Es regnet in Strömen und draußen stehen 3 Gärtner, bepflanzen unsere Firmen-Blumenbeete und rupfen Unkraut aus eben selbigen. Innerhalb dieses einen Satzes, in dem ich mich mindetens 3 mal vertippt habe und korrigieren musste, wandelte sich der strömende Regen in einen sinnflutartigen Guss.
Petrus scheint heute sehr handlungslustig zu sein. Wenigstens einer von uns beiden. Ich persönlich sitze im Büro und kann dem ganzen nicht wirklich etwas abgewinnen.
Nur noch einen wenige Stunden und morgen noch mal 6, dann habe ich es geschafft und fröne dem entspannten Dasein einer Urlaub-habenden Arbeitnehmerin, die mit frohlockenden Gedanken an nicht zu verrichtende Arbeit sich um diese morgendliche Uhrzeit noch mal in ihrem Bettchen umdreht und den lieben Gott einen alten guten Mann sein lässt. 15 Tage. Das sind 15 mal schlafen, aufwachen. Und sich noch mal umdrehn.
Herrlich.
Die Nächte verbringe ich wieder allein in meinem geräumigen Bett. Ich könnte quer darin schlafen und die Arme völlig weit ausbreiten, und es würde dich nicht mehr stören und fühlt sich ungewohnt frei an. Trotzdem kann ich nicht schlafen, liege nachts wach und vermisse dich und das anschubsen in der Nacht. Die Tage sind länger und haben mehr Raum und Platz für meine Ideen und Vorhaben, ich kann wieder atmen und fühle mich wohl. Und trotzdem ist mein Herz ganz klein, versucht sich aufzuplustern, zerreisst aber dabei und sehnt sich zurück. Die Verletzungen, der Schmerz, die Vernachlässigung, das Ersticken. All das ist zuende, hört endlich auf und lässt meine Wunden trocknen. Und dennoch erinnert sich meine Seele an die warmen Tage, an die Minuten, in denen es schön war. Ich vermisse. Dich? Nein. Eher den Verlust von dem, was ich geglaubt habe, Liebe nennen zu können. Und das, wovon ich fürchte, es für die nächste lange Zeit erst einmal nicht wieder spüren zu können, weil mein Inneres noch taub ist.
Manchmal begegne ich Menschen...lerne sie kennen...finde sie interessant...beginne sie zu mögen...und manchmal ist darunter ein Mensch, der nur Kopf ist.
Wenn ich sehe, wie dieser junge, schöne und talentierte Mensch sich unter Regeln selbst zu ersticken droht, wie er sich jahrelang den steinerenen Verstandesregeln seiner erfolgsorientierten Familie unterwirft und mit 24 Jahren immer noch nicht zur Rebellion schreit - mein Herz tut so weh, das zu beobachten.
Geld, Erfolg, akademische Titel - all das zählt. Mehr nicht. Nicht seine Musik, nicht seine Texte, nicht sein verspieltes liebreizendes Wesen, nicht einfach die Art und Weise, wie er einzigartig auf dieser Welt ist.
Und ich frage mich die ganze Zeit: wann kommt der Punkt, an dem er sieht, dass er seine Seele quält...und wann kommt der Moment, in dem er - den Mund weit aufgerissen und keuschend - gierig die Luft des Lebens in sich einsaugt und beginnt, Kostbarkeiten zu atmen?
Klingt pathetisch. Er tut mir trotzdem leid.
...nicht den Kopf hängen lassen:
Nicht die Welt geht unter, es ist nur ein Stern, der fällt.
Es gibt Momente, in denen ein einfaches Im-Arm-gehalten-werden das schönste auf der ganzen Welt werden kann. In genau solchen Momenten habe ich das Gefühl, für immer auf Sex verzichten zu können. Das hält dann ein paar Tage. ;o)